Sonntag, 10. Juli 2011

Die Vogelrettung

Als wir heute auf unserem Deck den Lunch einnahmen, hörten wir von einem unserer Bäume ein seltsam raschelndes Geräusch, was sich ständig wiederholte. Schliesslich ging ich hin, um nachzusehen und sah einen Red Robin am Baum hängen, der sich sehr vor mir erschrak und erneut mit den Flügeln um sich schlug. Er konnte jedoch nicht fliegen. Uwe holte die Leiter, zog sich Handschuhe an und stieg hinauf zu ihm. Da kreiste auch schon in beängstigender Nähe ein Adler über unseren Köpfen, der nur auf die Beute wartete. Uwe konnte den Vogel nicht vom Baum bekommen und ich rief ihm zu vorsichtig zu sein. Schliesslich hatte er den Vogel komplett in einer Hand und riss ihn fast aus den Zweigen. Sein Partner kam kreischend angeflogen und war in heller Panik. Wir stellten fest, dass er sich in einem grünfarbenen, dünnen Netz verfangen hatte, die in Supermärkten häufig für Gemüse genutzt werden. Das Netz hatte sich um seinen Hals gelegt und durch das heftige Umherschlagen hatte sich auch eine Kralle darin komplett verheddert. Ich rannte los und holte eine Schere. Vorsichtig schnitt ich ihn frei und Uwe zog die restlichen Plastikfäden aus dem Gefieder. Er wäre darin auf jeden Fall gestorben oder der Adler hätte zugeschlagen. So aber liess ihn Uwe fliegen und er verschwand auf dem nächsten hohen Baum und wir sahen, wie sein Partner hinterher flog. Es schien, als ob alle Vögel in Aufruhr waren, denn es kreischte und pfiff aus allen Ecken im Garten. Nach ca. 10 Minuten war es totenstill. Ich küsste Uwe und dankte ihm. Dann assen wir beide den Rest unseres nunmehr kalten Lunches auf und lächelten uns glücklich zu.

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Kommentare:

Franzi hat gesagt…

Wow! Ihr seid somit meine Helden des Tages!! Super gemacht! :) Vogeltechnisch is ja auch immer was los bei euch.. Hihi....

StudioCalifornia hat gesagt…

Danke, meine Suesse...ich sags Dir, aber bei der Natur um uns herum auch kein Wunder!